Hans-Beché-Strasse

Der inzwischen zurückgezogene Antrag der FDP-Fraktion zur Umbenennung der Henry-Ford-Straße in Hans-Beché-Straße mit der nachfolgenden Begründung, dass Henry Ford, als bekennender Antisemit kein würdiger Namensgeber für eine Straße in Hückeswagen ist hat zu heftigen Diskussionen und Reaktionen geführt

Der Fraktionsvorsitzende Jörg von Polheim hatte ausgeführt, dass Hans Beché (1895-1980), ein Hückeswagener Unternehmer und Konstrukteur 1950 mit 4 anderen Bürgern die GBS gründete, und ihr Grundstücke an der Peterstraße für den Wohnungsbau zur Verfügung stellte.

Das nahm die AFD zum Anlass, Herrn Beché  zu verunglimpfen und der Presse von Verfehlungen Bechés zu berichten, etwa über das „Betreiben eines Kriegsgefangenenlagers und Beschäftigung von polnischen Zwangsarbeitern“

Die Befragung eines  Zeitzeugen der sich empört zeigt, sowie der Tochter Hedy Beché und der Hückeswagener Archivarin und Vorstand des Geschichtsvereins, Iris Kausemann, ergab aber ein völlig anderes und zwar positives Bild des Unternehmers.

Das Lager wurde nach einem Schreiben des Ordnungsamtes vom 20.Juni 1949 aber erst nach dem Zusammenbruch 9 Monate betrieben. Auch weitere Unterstellungen vom Leben Hans Bechés sind völlig falsch.

Die Hückeswagener FDP wird  sich  deshalb weiter für eine Ehrung des Wirkens von Herrn Beché einsetzen, und fordert die genannte Partei auf, die Schmutzkampagne sofort zu beenden.

 

Zum Nachlesen empfohlen werden die Ausgaben der Bergischen Morgenpost vom 22.April, 4., 5.und  6. Mai